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24.04.2021

Bänke gespendet:
„Nimm Platz, wenn Du eine Pause brauchst!“

Aktion vom Verein Neusser Handwerk und Stadt-Kurier: Hier stehen neue Bänke.

 

Die Handwerker sind bekannt dafür, dass sie nichts „auf die lange Bank schieben“ – aber dass sie Sitzgelegenheiten für die Bürger spenden, kommt schon seltener vor. So geschehen in den vergangenen Wochen: Der Verein Neusser Handwerk hatte gemeinsam mit dem Stadt-Kurier die Bürger aufgerufen, sich für einen Standort zu entscheiden, an dem eine Bank aufgestellt werden soll. Fünf dieser Sitzmöbel werden jetzt auf Kosten des rührigen Vereins aufgestellt.

 

Neuss. Ortstermin im Arboretum (Selikumer Park) an einer der gespendeten Bänke: „Da freuen wir uns! Auf die alte Bank konnte man sich ja nicht mehr setzen!“, sagt ein zufällig vorbeikommender Spaziergänger. Man merkt: Die Aktion von Neusser Handwerk und Stadt-Kurier kommt an – auch an den weiteren Standorten: entlang der Bahngleise vom Jröne Meerke zur Geulenstraße sowie von der Geulenstraße zum Jostensbusch, auf der Rückseite des Reuschenberger Sees und im Stadtwald (erstes Stück von der Rheydter Straße zur Unterführung). Per Los wurde entschieden, wer den begehrten Platz auf dem jeweils an der Bank angebrachten Stifterschildchen bekommt. Hier „verewigt“ sind zum Beispiel der Initiativkreis Nordstadt nach Bewerbung von Peter Dieter Schnitzler, die Interessengemeinschaft Neuss-Reuschenberg, vertreten durch den 2. Vorsitzenden Roland Peuser und die „Schreber-Ruuudies“, eine private Fußball-Bundesliga-Tippgemeinschaft, deren Mitglieder sich bei ihrem alljährlichen Boßeln auf „ihrer“ Bank auf dem Stück vom Jröne Meerke zur Geulenstraße ausruhen können. Eine sehr nette Idee hatte Tanja Hoffmann: Auf „ihrer“ Bank im Stadtwald steht der einladende Spruch: „Nimm Platz, wenn Du eine Pause brauchst!“

 

„Ich bedanke mich für diese schöne Aktion“, sagt der städtische Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann, „ich hoffe die Bänke werden jetzt pfleglich behandelt. Auf jeden Fall haben wir eine robuste Ausführung gewählt“. Er hofft, dass die vom Neusser Handwerk gespendeten Bänke noch mehr respektiert werden als die von der Stadt aufgestellten Sitzgelegenheiten. Schließlich gibt es immer wieder gedankenlose Randalierer. Beispiel Rosengarten: Hier wurden die weißen Holzbänke im „Romantiklook“ gegen Exemplare in selber Optik, aber aus Metall ersetzt. „Zudem sind sie festgeschraubt, damit sie nicht geklaut werden können“, erklärt Welpmann. Eigentlich ist er mit der Bank-Ausstattung in Neuss zufrieden, nur auf den Zuwegen zu Parks stünden oft zu wenig Bänke. Dabei sei die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung groß: Immer wieder gebe es Anfragen von Neussern, die eine Sitzgelegenheit spenden möchten. Wer ebenfalls Interesse hat, erhält weitere Infos beim Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Sie freuen sich über fünf neue Bänke – hier im Arboretum im Selikumer Park (von links):  Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann, Peter Dieter Schnitzler (Initiativkreis Nordstadt e.V.), Rainer Dederichs (Vorsitzender Neusser Handwerk e.V.) und Tanja Hoffmann.
(Foto: © Neusser Handwerk e.V.)

(Fotos: © Neusser Handwerk e.V.)

Der Verein Neusser Handwerk ruht sich allerdings nicht auf seinen Bänken aus... Sprecher Jochen Schumm ist der Ideengeber für zahlreiche Aktionen in den vergangenen Jahren – stets in Kooperation mit dem Stadt-Kurier. Normalerweise lädt Schumm die Kindertagesstätten zu den verschiedensten Projekten ein: Da wurden zum Beispiel Insektenhotels und Kräuterschnecken gebastelt. Die schönsten Exemplare wurden prämiert und die Kitas konnten sich über tolle Preise freuen. Doch in Zeiten von Pandemie und Kita-Schließungen waren Aktionen dieser Art kaum möglich. Und so fuhr Schumm die Neusser Parks ab – auf der Suche nach passenden Standorten für neue Bänke. Jetzt heißt es „Platz nehmen“ dank des Vereins Neusser Handwerk. Man darf gespannt sein, was sich die 14 Mitglieder im kommenden Jahr einfallen lassen. Eins ist sicher: Neusser Handwerk macht die Quirinusstadt ein kleines Stück lebenswerter! (© Rolf Retzlaff, Artikel aus dem Stadtkurier Neuss vom 24.04.2021)

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